Jury

Unsere hochkarätige und interdisziplinäre Tilia Awards Jury ist das Bindeglied zwischen den Projekten und der Auszeichnung. Sie beurteilt alle Einreichungen basierend auf ihrem herausragenden Fachwissen, ihren fundierten Einblicken in Branchen, Funktionen, Perspektiven und Trends – und anhand einer diffizilen Bewertungsmatrix.

Unsere Jury setzt sich u. a. aus Wissenschaftler:innen, Architekt:innen, Künstler:innen, Gastronom:innen, Journalist:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Gärtner:innen zusammen. Bewertet werden der Bezug zur Pflanze, der gesellschaftliche Mehrwert, die Nachhaltigkeit und die Gestaltung.

Beate Reuber

Beate Reuber

Grün Berlin
Parkbotschafterin
Mir wurde die Liebe zur Natur schon in die Wiege gelegt und meine erste Bekanntschaft mit dem „Gärtnern“ machte ich im Familiengarten und auf der garteneigenen Baumschaukel. Letztendlich war es jedoch der örtlichen Baumschule zu verdanken, dass ich mehr über das Berufsfeld des Gärtners erfuhr. Als heutige Parkbotschafterin der Grün Berlin GmbH habe ich eines der spannendsten Aufgabengebiete in Berlin: Als Gesicht und Stimme für unsere bedeutenden Berliner Parkanlagen zu werben und das „Grün in der Stadt“ im Fokus zu behalten.
Bernhard Kegel

Bernhard Kegel

Biologe & freier Wissenschaftspublizist
Ehrlich gesagt, ich würde mich viel lieber mit schönen Aspekten der Biologie beschäftigen. Doch der Klimawandel und der Niedergang der globalen Tierwelt lassen mir keine Wahl. Das Einzige, was uns in diesen selbst verschuldeten Krisenzeiten helfen kann, ist Zuversicht und die Bereitschaft zu echten Veränderungen. Glücklicherweise sind wir nicht allein. Unsere wichtigsten natürlichen Helfer sind Pflanzen.
Andreas Schulten

Andreas Schulten

Freund der Schinkelschen Bauakademie und Nukleus der Plattform STADTWERTE
Als Stadtforscher habe ich im Botanik-Nebenfach früh den Unterschied zwischen Tilia cordata und Tilia platyphyllos kennegelernt. Winter- und Sommerlinde. Schaut auf die kleinen Härchen auf den Blattunterseiten. Winter = Weiß. Sommer = Rotbraun.
Sabine Platz

Sabine Platz

TV Gartenjournalistin und Schriftstellerin
Julian Breinersdorfer

Julian Breinersdorfer

Breinersdorfer Architekten
Gründer & Geschäftsführer
In meiner Arbeit als Architekt spielen Pflanzen eine vielseitige Rolle: Sie sind nicht nur ästhetisches Gestaltungsmittel, sondern auch funktionales Element. Durch einen gezielten Einsatz von Begrünung lassen sich technische Systeme reduzieren, Kosten einsparen und gleichzeitig ökologische Mehrwerte schaffen. Durch Biotop-Konzepte schaffen wir außerdem oft zusätzliches Baurecht und tragen dabei zur Wertsteigerung der Projekte und natürlich zur lokalen Biodiversität bei.
Daniela Antoni

Daniela Antoni

Sachverständige für Stadtbäume
Daniela Antoni
Ich arbeite für die Sichtbarkeit unserer Stadtbäume, jener stillen Wesen, die zwischen Beton und Abgas atmen, tragen und erdulden. In ihnen spiegelt sich unser Umgang mit Leben, mit Würde, mit Zukunft. Ich zeige ihre Verletzungen, ihren Wert und ihre unerhörte Schönheit, damit wir lernen, wieder hinzusehen. Stadtbäume sind nicht Kulisse, sie sind Charaktere unserer Städte. Und sie verdienen, gesehen zu werden.
Friedrich Liechtenstein

Friedrich Liechtenstein

Musiker, Schauspieler, Autor
Dr. Hildegard Kurt

Dr. Hildegard Kurt

und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. (und.Institut)
Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied
In der einstigen Weltsprache Latein gehört humus zur selben Wortfamilie wie humanus, was "menschlich", "menschenwürdig" und auch "fein gebildet" heißt. Bedeutet das, die Fruchtbarkeit unserer Erde und Menschlichkeit sind untrennbar ineinander verwoben? Und scheint es nicht mitunter, als erodiere überall in der Welt die Humanität, so, wie in großem Maßstab der Humus schwindet? Diese Fragen bewegen mich.
Prof. Dr. Alexander Gutzmer

Prof. Dr. Alexander Gutzmer

ehret+klein, Quadriga Hochschule
Architekturpublizist, Center for for Coorperate Architecture, Ex-Chefredakteur
Pflanzen sind für mich der Inbegriff des Vitalen - übrigens auch in der Stadt. Der Unterschied zwischen gewachsener Natur und gebauter Kultur ist obsolet. Menschlich gebaute Städte wachsen und sind permanenter Transformation ausgesetzt - genau wie Pflanzen. Und sie sind porös und adaptionsfähig genug, um Pflanzen nicht als anti-urbanen Gegensatz zu verstehen, sondern sie in ihre eigenen Produktivprozesse zu integrieren. Stadt und Natur, Architektur und Vegetation gehören zusammen.
Susanne Peick

Susanne Peick

polis Magazin für Urban Development
Chefredakteurin
Sobald ich in der Natur bin, fühle ich mich Zuhause - vermutlich auch, weil meine Kindheitserinnerungen tief verwurzelt sind mit Besuchen bei "Omma und Oppa" im Pott: Im Schrebergarten verbrachte ich viel Zeit in "meinem Apfelbaum", klaute Himbeeren, beobachtete, wie Opa Tomatenhäuser baute und Oma Bohnen "piepelte". Zuhause gab es dann immer frisches Gemüse - liebevoll zubreitet von Mama, die den grünen Daumen geerbt und an mich weitergegeben hat. Natur - also Pflanzen - sind für mich das Sinnbild des ewigen Kreislauf des Lebens; Beweis dafür, dass es eine natürliche Ordnung gibt, deren Schönheit und Sinnhaftigkeit durch Beobachtung entdeckt und bestaunt werden darf. Ich liebe es, an und mit Pflanzen zu lernen - die Bedeutung von Raum und Zeit wahrnehmen zu können und mich zugleich beschenkt zu wissen - von Farben, Formen und Geschmäckern: Dem Zauber des Lebendigen.
Dr. Benjamin Kowalski

Dr. Benjamin Kowalski

Future Forest Initiative
Co-Founder & Head of Science
Auch wenn ich nicht wirklich einen grünen Daumen habe, spielen Pflanzen - vor allem die Wilden draußen – immer eine zentrale Rolle in meinem Leben. Schon als Kind war ich ständig im Wald unterwegs - vermutlich, weil ich zu viel Tolkien gelesen habe. Diese Faszination hat mich zu den Forstwissenschaften geführt – und später zur Agrarökonomie, weil ich erkannt habe: Wer der Natur wirklich helfen will, muss vor allem den Menschen verstehen und managen. Heute arbeite ich daran, Innovation so zu gestalten, dass sie mit der Natur und nicht gegen sie funktioniert – und finde beim Spaziergang im Wald immer noch die besten Ideen.
Dr. Jennifer Schulz

Dr. Jennifer Schulz

Verbundprojekt Urbane Waldgärten
Wissenschaftlerin & Gründerin
Martin Rötzel

Martin Rötzel

The Monk Garden
Gründer & Geschäftsführer
Pflanzen sind für mich das Bindeglied zwischen Mensch und der restlichen Natur um uns herum, sie stellen Nahrung, Medizin und so viel mehr für uns zur Verfügung. Die Eiche welche früher neben jedes Bauernhaus gepflanzt wurde um der Übernächsten Gerneration Holz für den Dachstuhl zu garantieren, begeistert mich als Gedanke sehr. Pflanzen bilden für mich das vielleicht wichtigste der Fünf Reiche auf diese Welt, es lohnt behutsam mit ihnen umzugehen. Ich betreibe den Monk Garten, hier liegt der Fokus auf dem medizinalen Bereich der Pflanzen. Um den Zugang zu diesem Bereich zu schaffen habe ich bewusst die Kulinarik gewählt, denn was man nicht sensorisch erfährt bleibt verborgen für einen.
Nina Reisinger

Nina Reisinger

Matters of Creation
Gründerin
Ich bin Gestalterin, Professorin und Gründerin von Matters of Creation – ein Design- und Strategiestudio das Gestaltung mit Fragen ökologischer Transformation, Materialethik und sozialen Prozessen verbindet. Der Umgang mit Erde, Pflanzen und natürlichen Materialien ist für mich nicht nur Ausgleich, sondern auch Inspiration – für eine Gestaltung, die zuhört, verbindet und neue Narrative ermöglicht.
Dr. Grit Bürgow

Dr. Grit Bürgow

Roof Water-Farm
Promovierte Landschaftsarchitektin & Mitbegründerin
Pflanzen sind Lebewesen, die unserer menschlichen Seele & Psyche unglaublich gut tun. Sie schaffen Lebensklima, Schönheit und damit die Grundlage für das gute Leben.
Birgit Schattling

Birgit Schattling

Bio-Balkon
Gründerin
Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt. Mit Pflanzen kann man Tiere pflanzen, das macht mich glücklich. Jeder Meter zählt!
Scott Bolden

Scott Bolden

Baumhaus Berlin
Gründer
At Baumhaus, we explore the aesthetic effects of plants and their power to shape how we experience the world. Aesthetics is more than appearance — it is how we sense life through smell, taste, sound, intuition, and feeling. Plants become part of this aesthetic field, enriching our perception and deepening our connection to our surroundings. By integrating them into our spaces, we create environments that inspire the senses and foster stronger communal bonds.
Jörg Michel

Jörg Michel

POLA
Gründer & Geschäftsführer
Meine Arbeit kreist um die Frage, wie sich das Wesen, die Stimmung und das emotionale Gedächtnis eines Ortes sichtbar machen lassen. Die kulturelle und emotionale Resonanz von Räumen steht im Zentrum meines Schaffens. Mit meinem Büro POLA – kurz für „Poetische Landschaften“ – verleihe ich Schönheit und Wahrhaftigkeit eine neue Ernsthaftigkeit im Alltag. Besonders faszinieren mich die ästhetischen Qualitäten des Unvollkommenen und Vergänglichen – eine Perspektive, die sich insbesondere in der Arbeit mit Pflanzen auf natürliche Weise entfaltet. Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, die ein atmosphärisches Bild der Welt zeichnen, in der wir heute leben möchten.
Tom Michelberger

Tom Michelberger

Michelberger Hotel & Farm
Gründer & Geschäftsführer
Alle zusammen an einen Tisch unter einem Dach unter einem Himmel
Jacob Fels

Jacob Fels

Tiny Farms & All the Flowers
Gründer & Geschäftsführer
DasTransformationspotenzial, das in der Arbeit mit Pflanzen liegt bewegt und fasziniert mich - besonders das Potenzial die Landwirtschaft zu transformieren und damit gesellschaftlichen Wandel anzuregen. Was mich dabei besonders bewegt sind Beziehungen, die in der gesamten Wertschöpfungskette etstehen und Bedeutung generieren.
Fabian Kramer

Fabian Kramer

Kramer Restaurant
Gründer & Geschäftsführer
Pflanzen faszinieren mich, weil sie nicht nur schön aussehen, sondern auch eine besondere Atmosphäre schaffen. Sie gehören in den Raum, bringen Lebendigkeit und Energie – sie „bringen Leben in die Bude". Sie sind essenziell für mich: Ich verarbeite sie in meiner Küche, sie bedeuten mir alles. Zudem brauche ich in meiner Umgebung plätscherndes Wasser – irgendwo muss Wasser fließen. Sogar in meinen Träumen beschäftigen mich überflutete Landschaften.
Paul-Josef Baumann

Paul-Josef Baumann

URBAN UTOPIA
Landschaftsgärtner, Musiker und Gründer
Erinnerungen an die Verbindung zu Natur und der Liebe zu Pflanzen entpsringen in meiner Kindheit. Besonders der Geruch von gemähtem Gras, frischer Bergluft und Erde sind präsent und prägend. Nach einer absolvierten Ausbildung zum Landschaftsgärtner war ich einige Jahre als Musikpädagoge und Singer/Songwriter aktiv. Viele meiner Songs handeln von der Verbindung zu Natur. Meine Vision ist Verbindung herzustellen - zwischen Menschen und zwischen Projekten. Mit URBAN UTOPIA haben wir dafür eine Netzwerkplattform geschaffen, um genau das zu tun: Ein Ort der Begegnung für und mit Menschen zu schaffen, die Pflanzen lieben und mit Pflanzen arbeiten und gestalten. Ich glaube, dass Pflanzen ein wunderbares Medium sind, um Fachbereiche, Disziplinen und Interessen zu verbinden.